Philosophisches Café

Published on 04.11.2016 by mirobauhaus

Sonntag 3.12.2017

Einlass 10.00 Uhr | Beginn 11.30 Uhr

Einladung zu Diskussionen für Nachdenkliche

Initiativkreis von Wissenschaftlern aus der Uni Osnabrück
Prof. Dr. A. Regenbogen, Prof. Dr. H. Kerber, Prof. Dr. E. Franke, Prof. Dr. Mokrosch
(auf dem Foto von links)

 Veranstalter: Philosophisches Café
Eintritt frei!

Sonntag den 3. Dezember 2017, ab 11.30 Uhr

Gibt es verbindliche Menschenpflichten? Oder nur Menschenrechte?

Eine demokratische Rechtsordnung setzt voraus: Jede/r hat die Pflicht, die Rechte Anderer zu respektieren. Einige Grundrechtskataloge sprechen nicht nur von Rechtsansprüchen an den Staat, sondern auch von weiter gehenden Bürgerpflichten. Reicht das? Sollten wir in der Gesellschaft nicht nur Unrecht vermeiden helfen, sondern uns auch verpflichten, aktiv zum Wohle der Gesamtheit beizutragen?

Von 10.00 – 11.00 Uhr Bunter Frühstücksteller
für nur 4,20 Euro (Getränke extra).
WICHTIG:
Telef. Reservierung einige Tage im voraus erbeten! (Tel. 0541-6006525 ab 17.00 Uhr)

Diese Frühstücks-Reservierung ist verbindlich – sollten Sie doch nicht teilnehmen können oder weniger Personen sein als gedacht, stornieren sie bitte bis zum Sonntag um 10.00 Uhr unter Tel. -6006521, da wir die vorbereiteten Lebensmittel nicht wegwerfen möchten. Ansonsten müssen die reservierten Frühstücke in Rechnung gestellt werden. Vielen Dank für ihr Verständnis.

Kommende Themen des Philosophischen Cafés:

Sonntag den 21. Januar 2018, ab 11.30 Uhr
Denken und Sein – Maßstäbe für das Handeln
Wie erkennen wir denkend, was „ist“? Ergeben sich aus dem, was wir von der Realität wissen, auch ethische Konsequenzen? Zahlreiche Philosophien untersuchen unsere Wahrnehmung und ihre Verarbeitung
im Denken. Sie suchen nach Gründen für unsere Gewissheit vom „Sein“, von der Realität. Doch wie können wir uns auch Zustände ausdenken und wünschen, die es noch nicht gibt, die wir aber zu recht einfordern?

Sonntag, den 11. März 2018, ab 11.30 Uhr, Blue Note
Populismus – was bedeutet er für uns?
Populismus ist ambivalent: Er repräsentiert einerseits die „Stimme des Volkes“, die sich gegen Macht-Eliten wendet. Andererseits ist er mit seinen Anfeindungen gegen Fremde, Migranten, Flüchtlinge und Ausländer selbst Ausdruck einer Macht-Elite. Meinungen werden zu Argumenten, Wahrheit erscheint relativ. Das ist in einem Einwanderungsland ein Problem. Demokratie und der gesellschaftliche Zusammenhalt sind gefährdet. Wie gehen wir mit der Forderung nach Bevorzugung der Deutschen gegenüber Migranten um? Wie können wir unsere Kultur vor Fremdenhass und Fremdendiskriminierung schützen?

Sonntag, den 6. Mai 2018, ab 11.30 Uhr, Blue Note
Die Würde des Menschen ist unantastbar (Art. 1.1 GG) – wirklich?
Ehre und Würde kamen früher nur höher gestellten Personen zu. Seitdem die „Menschenwürde“ im Rechtsstaat aber jedem Menschenzukommt, unabhängig von seiner Herkunft, Ethnie, Bildung sowie von seinem Geschlecht und Alter, müssen sich alle Grundrechte, Bürgerrechte und Menschenrechte an diesem obersten Prinzip orientieren. Niemand darf als Objekt, sondern nur als sich selbst bestimmendes Subjekt behandelt werden. Ist solche subjektive Freiheit und Selbstbestimmung wirklich gesetzlich und moralisch garantiert? Wie sieht es am Anfang und am Ende des Lebens aus? Wie sieht es im Bildungs-, Berufs- und Arbeitswesen
aus? Was können wir tun, um Menschenwürde zu realisieren?

Sonntag, den 17. Juni 2018, ab 11.30 Uhr, Blue Note
Rechtlich erlaubt – moralisch verwerflich: Gilt diese Unterscheidung auch im Alltag?
Es ist ein Merkmal des modernen Lebens, dass immer mehr Bereiche rechtlich geregelt werden. Diese Entwicklung schafft einerseits Sicherheit im Zusammenleben, führt andererseits aber oft auch dazu, dass der Eindruck verstärkt wird: Alles sei erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist, z. B. „Steuergestaltung“ von Großfirmen. Welche Rolle spielen vor diesem Hintergrund noch Moral und Anstand im Zusammenleben der Menschen? Gibt es Bereiche und Situationen, in denen Entscheidungen rechtlich erlaubt aber moralisch verwerflich sein können? Woran orientieren wir uns in solchen „Grenzsituationen“?

Sonntag, den 16. September 2018, ab 11.30 Uhr, Blue Note
Meinen – Glauben – Wissen: was gibt Gewissheit?
Unser Denken und Handeln richten wir in der Regel an bisherigen Erfahrungen, Glaubensüberzeugungen oder beweisbaren Erkenntnissen aus. Sie vermitteln uns die Gewissheit von Angemessenheit und Gültigkeit. Häufig unklar bleibt dabei jedoch, wodurch wir unsereÜberzeugung gewinnen, dass die entsprechenden Handlungen angemessen, richtig bzw. wahr sind. Woraus ergibt sich die Gültigkeit von Meinungen, Glaubensvorstellungen und Erkenntnissen? Welche Formen der Gewissheit fördern Toleranz, welche anderen Überheblichkeit und Fanatismus? Gibt es allgemeinverbindliche Maßstäbe für unsere Gewissheiten?

Sonntag, den 21. Oktober 2018, ab 11.30 Uhr, Blue Note
Zum 100sten Philosophischen Café in Osnabrück:
Achtsamkeit – ein Weg zu sich selbst und zu anderen?

Achtsamkeit (engl. mindfullness) kann man lernen und trainieren. Dafür gibt es reichlich fachliche Anleitungen. Sie dienen dazu, die Erfahrungen und Wahrnehmungen des Alltags offen, vorurteilsfrei und ohne Routine und Gewohnheit bewusst aufzunehmen und zuzulassen. Wie können wir uns je neu entdecken, achtsam sein und eine „Ethik der Fürsorge“ (care ethics) entwickeln?

Sonntag, den 2. Dezember 2018, ab 11.30 Uhr, Blue Note
Wie gehen wir mit der Endlichkeit in unserem Leben um?
Unser physisches Leben ist begrenzt und unsere Erfahrungen sind vergänglich und endlich. Unser Denken und Fühlen erscheint uns dagegen oft unbegrenzt. Religionen, Weltanschauungen und die Philosophie versuchen mit Entwürfen zur Ewigkeit, Unendlichkeit und Unvergänglichkeit der Endlichkeit etwas entgegenzusetzen. Sind diese Versuche sinnvoll? Können sie mögliche Ängste vor der Endlichkeit im Leben verringern? Wie gehen wir mit unserer Endlichkeit um?

Vorschau 2019
Sonntag, den 20. Januar 2019, ab 11.30 Uhr, Blue Note
Beschleunigung in der Gesellschaft – ist sie alternativlos?
Wir haben keine Zeit, obwohl wir sie im Überfluss durch immer neue Einsparungen gewinnen. Es ist das Paradox unserer Zeit, dass die Effizienz des Höher, Weiter, Schneller selten zu mehr Entspannung, Ausgleich und Muße führt, sondern das Karussell der Anforderungen sich noch schneller zu drehen scheint. Wer bestimmt Rhythmus, Geschwindigkeit, Dauer und Sequenz unserer Tätigkeiten? Lässt sich die Logik der Beschleunigung entschlüsseln? Gibt es Alternativen – im Sinne einer nachhaltigen Entschleunigung unserer Alltagspraxen?

Bisherige Themen des Philosophischen Cafés:

Sonntag den 29. Oktober 2017, ab 11.30 Uhr
1517–2017: Reformation – religiöser Fundamentalismus oder eine neue Freiheit?

Hat die Reformation die Freiheit des Gewissens und die Verantwortung des Einzelnen gefördert? Oder hat sie einen Zwang zum Glauben hervorgebracht? Respekt und Toleranz gegenüber den Bekenntnissen Anderer sind erst Jahrhunderte später wirksam geworden. In welcher Hinsicht hat auch die Reformation zur Befreiung von staatlicher und kirchlicher Gesinnungskontrolle beigetragen?

Sonntag den 17. September 2017, ab 11.30 Uhr
Demokratie: hält sie die Gesellschaft noch zusammen?

Die Idee der Demokratie als Staatsform erschien lange als alternativlos und zeitlos. Gilt dies noch in Zeiten des globalen Wirtschaftsliberalismus und in einer universellen Medienwelt? Hält sie unsere Gesellschaft noch zusammen? Oder ist sie veränderbar und sollte sie daher in ihren gesellschaftlichen Spielregeln neu begründet werden?

Sonntag den 18. Juni 2017, ab 11.30 Uhr
Was uns unerwartet trifft: Schicksal, Fügung oder Zufall?

Wie gehen wir mit überraschenden positiven oder negativen Ereignissen um? Deuten wir sie als Fügung höherer Mächte oder als biographische Zufälle? Nehmen wir sie hin in der Überzeugung, dass wir sie nicht beeinflussen können? Oder als Herausforderung, das Leben neu zu gestalten? Wie können wir lernen, mit solchen Ereignissen umzugehen?

Sonntag, den 26.3.2017, 11.30 Uhr:
Braucht Gesellschaft Traditionen?

Die Inhalte unserer Kultur werden weitergegeben – nicht nur zur Erinnerung, auch zur Pflege ihres Wertgehalts. Wir gedenken kultureller Errungenschaften aus vergangenen Zeiten, aber auch der Opfer von Unmenschlichkeit. Welche Traditionen beruhen auf geschichtlich erforschten Gegebenheiten, welche bloß auf mythisch überlieferten Klischees? Wo bestätigt das Tradierte unsere Werthaltungen? Und wann müssen wir uns von fragwürdiger Überlieferung distanzieren – auch mit Blick auf die Zukunft?

Sonntag, den 29.1.2017, 11.30 Uhr:
Vertrauen ist gut. Oder ist Kontrolle besser?

Im privaten Leben ist Vertrauen das Fundament vieler Beziehungen, während Kontrolle häufig als ein Misstrauen angesehen wird. Gilt dies auch im gesellschaftspolitischen Bereich oder ist es dort eher umgekehrt? Ergibt sich Vertrauen erst aus dem Wissen um unabhängige Kontrollen? Was sind die Voraussetzungen für eine Wertschätzung auf der Basis von Vertrauen? Bleiben unsere Erwartungen nur dann glaubwürdig, wenn sie von seriösen Instanzen bestätigt werden können?

Sonntag, den 11.12.2016, 11:30 Uhr
Was sind und wie entstehen Ideologien?

Alle Kulturen und viele Subkulturen entwickeln eigene Welt- und Menschenbilder. Manche werden tradiert in Religionen und historischen Mythen. Einige von ihnen idealisieren Bilder von einer besseren Welt, andere rechtfertigen nur die Macht einer herrschende Klasse um des eigenen Vorteils willen. Wann verfestigen sich solche Ideale zu mächtigen Ideologien? Welche ihrer Doktrinen sind heute noch wirksam? Es geht auch um Kriterien, nach denen wir sie als falsche oder einseitige Orientierungen in der Theorie durchschauen und in der Praxis überwinden können.

Sonntag, den 30. Oktober 2016, 11:30 Uhr
Gefährdet Wachstum eine gerechte Welt?

Die Zahl der Erdbewohner und die Menge der weltweit produzierten Güter nimmt ständig zu. Doch die Lebenschancen bleiben immer noch ungleich verteilt. In welchen Bereichen kann Wachstum zum sozialen Ausgleich beitragen? Und wo vergrößert die Ansammlung von Reichtümern zugleich die Armut der Ausgeschlossenen? Wie können wir Gerechtigkeit einfordern – auch angesichts horrender bzw. stagnierender Zuwachsraten?

Sonntag, den 25. September 2016, 11:30 Uhr
Wie weit reicht unsere Verantwortung?

Wir müssen unseren Lebensstil rechtfertigen – auch gegenüber den Zeitgenossen und den uns nachfolgenden Generationen. Doch es ist zu fragen: Wie weit kann Jede/r von uns die tatsächlichen Folgen und Nebenfolgen unseres Tuns berücksichtigen? Wir neigen auch dazu, Andere für Misswirtschaft und katastrophale Folgen verantwortlich zu machen. Doch entlastet es uns, wenn wir nur die Mächtigen oder die gesellschaftlichen Strukturen anklagen? Oder sollten wir selbst Einiges in unserer Lebensweise ändern?

Sonntag, den 5. Juni 2016, 11:30 Uhr
Einheit von Leib und Seele, von Körper und Geist?

Es gibt viele Versionen: Die menschliche Seele sucht sich ihren Leib und verlässt ihn wieder – so in den Mythen verschiedener Kulturen. Der lebendige Körper entwickelt in sich den Geist des Menschen – so die neuzeitliche Wissenschaft. Wie bleiben Körper, Seele und Geist aufeinander bezogen – im Tun und im Erleiden? Nicht nur in der Medizin – auch in der Philosophie? Wer lehrt uns, wie wir mit den Ansprüchen unserer Physis, unserer Psyche und unseres Intellekts harmonisch umgehen können?

Sonntag, den 24. April 2016, 11: 30 Uhr
Integration – eine gesellschaftliche Chance?

Länder des europäischen Kulturbereichs müssen sich bei der Einbeziehung von Zuwanderung (und auch einheimischer Subkulturen) in das soziale Leben bewähren. Das ist eine Daueraufgabe. Gibt es gemeinsame Werthaltungen und Verantwortungsbereiche zwischen Migranten und Einheimischen? Welche europäischen Werte sollten von denen respektiert werden, die bisher nach anderen kulturellen Maßstäben gelebt haben? Wird eine Annäherung gelingen? Sind beide Seiten zum Zusammenleben in der Aufnahmegesellschaft bereit? Oder verhindern bleibende Unterschiede eine Integration? Wir sollten auch auf frühere Phasen der Zuwanderung nach Deutschland blicken.

Sonntag, den 6. März 2016, 11: 30 Uhr
Was ist ‚Glück’?

Wer Glück hat, ist nicht immer glücklich. – Im Zentrum steht hier nicht das, was uns zufällt, etwa ein Hauptgewinn oder ‚Glück im Unglück’. Es geht um das, was wir selbst erleben: Was heißt: sich glücklich fühlen? Können wir es aus eigenem Antrieb erstreben? Wen preisen wir glücklich? Auch schon die, welche mit sich selbst und mit Anderen nur zufrieden sind? Wie können wir selbst auch leidgeprüfte Mitmenschen beglücken? Oder auch unser eigenes Glück ‚schmieden’?

Sonntag, den 24. Januar 2016, 11:30 Uhr
Welche Friedensordnung kann von Dauer sein?

Seit der Neuzeit gibt es ein Völkerrecht. Viel weiter noch gingen Philosophen, die nicht nur Verträge auf Zeit, sondern weltweite Vereinbarungen für einen „ewigen Frieden“ einforderten (Rousseau, Kant). Sie entwarfen Modelle für einen Weltstaat oder auch für eine Föderation aller Nationen. Das 20. Jahrhundert orientierte sich zum Teil an diesen Modellen, als es erste Grundlagen für eine Weltfriedensordnung schuf (Völkerbund, UNO). Was muss Konsens werden, damit „Siege“ und „Niederlagen“ nicht zum Anlass für weitere Kriege werden können? Welche Ordnungen brauchen wir, um auch Bürgerkriege einzugrenzen und soziale Konflikte friedfertig lösen zu können?

Sonntag, den 6. Dezember 2015, 11:30 Uhr
Selbstbestimmtes Leben – selbstbestimmtes Sterben?

Als „frei“ in seinen Entscheidungen gilt, wer sich selbst die Maßstäbe für das eigene Leben setzt. Erst wenn wir dieses wissen, können wir mit der Endlichkeit des Lebens umgehen. Im Extremfall wählen einige Menschen freiwillig den Tod. Unser Respekt vor der „freien“ Entscheidung ist das Eine. Das Leiden, auch der Mitmenschen, an der Missachtung des eigenen Lebens ist das Andere. Wie können wir Regeln aufstellen, die beide Sichtweisen ernst nehmen? Dürfen oder sollen wir schwer Leidenden dabei helfen, ihr Lebensende selbstbestimmt zu wählen? Oder muss der Wille zum Leben in jedem Fall gestärkt werden?

Sonntag, den 1. November 2015, 11:30 Uhr
Braucht Moral Vernunft? Braucht Vernunft Moral?

Moral wird von Werten, Normen und Tugenden geprägt, die oft stark emotional und wenig rational eingefordert werden. Doch es fehlt auch denen, die sich nur auf „Vernunft“ berufen, oft an moralischen Zugängen zu ihren Problemen. Wie lässt sich Ethik vernünftig begründen? Auch wenn wir endgültige Lösungen nicht finden, so lassen sich doch Beispiele für vernünftig orientiertes ethisches Handeln erörtern.

Sonntag, den 7. Juni 2015, 11:30 Uhr
Hat Kunst eine Bedeutung für das Leben?

Seit der Neuzeit wird in den bildenden Künsten der Mensch als Gestalter und Schöpfer angesehen. Künste bilden nicht nur Bestehendes nach, sie schaffen auch Realitäten. Regt Kunst zu neuer Erfahrung, zu einer besseren Verständigung zwischen Menschen an? Können die Künste uns die Welt erklären? Wo werden Kunstwerke für einseitige Sichtweisen missbraucht? Darf uns Kunst dazu dienen, den Alltag zu bewältigen? Oder muss sie immer autonom bleiben? An die unterschiedlichen Kunstgattungen sind jeweils eigene Fragen zu stellen.

Sonntag, den 26. April, 2015, 11:30 Uhr
Selbst denken – Wege zur Gewissheit?

Denken heißt selbst denken. Kant forderte: bediene dich deines eigenen Verstandes! Wie hängen Denken und Autonomie zusammen? Kann Denken – im Unterschied zum Wissen – dem absoluten Zweifel standhalten und zu einer Art Gewissheit führen? Doch die Menge des neuen Wissens explodierte. Heute kann niemand mehr alles Wissbare selbst erfassen. Muss das autonom denkende Subjekt kapitulieren? Oder stärkt es immer noch unser Wissen, wenn wir es selbst denkend überprüfen können?

Sonntag, den 22. März 2015 11:30 Uhr
10 Jahre Philosophisches Café:
Was bedeutet Philosophie für die Gesellschaft? Rückblick und Ausblick.

Die Philosophie entstand einst in Athen im Streit um Lokalpolitik. Heute fordern wir Denken für eine Ordnung im globalen Rahmen ein. Kann Philosophie helfen, die globalen ethischen, politischen und sozialen Probleme aufzugreifen?
Vor 10 Jahren fragten wir nach dem „Menschheitshandeln“. Probleme in den Horizonten Deutschlands, Europas und der Welt wurden im Philosophischen Café thematisiert. Wie erfassen wir Weltprobleme und diskutieren Lösungen, ohne dabei abstrakt zu bleiben? Einige Modelle zum gesellschaftlichen Umgang mit vernünftigem Denken sollten diskutiert werden – zunächst im Cinema mit Rückblick auf 10 Jahre Philosophisches Café. Anschließend findet ein Empfang im BlueNote statt.

Sonntag, den 8.2.2015, 11.30 Uhr
Umgang mit Zeit

Die „Zeit“ ist der Maßstab für die Ordnung in einer komplexen Gesellschaft: Fahr- und Flugpläne, Arbeitszeit, Freizeit und Erholung – alles wird eingeteilt. Uhren und Kalender erfassen nur begrenzte Messgrößen in einer Abfolge von Momenten. Auch die Jugend und das Alter unterliegen dem Zeitdiktat. Die modernen Zeiten erleben wir als ständige Beschleunigung. Doch wir träumen von der Muße ohne Zeitdruck. Unser Dasein bleibt zeitlich gegliedert: Das Entstehen und Vergehen von Lebendigem berührt uns tief. Uns beherrscht die Vergangenheit: Was schon geschehen ist, bleibt unwiderruflich. Uns begegnet die Gegenwart: Wir müssen uns aktuell verhalten. Wir erwarten die Zukunft: Doch sie bleibt uns stets ungewiss. Können wir den Augenblick unbefangen genießen?