Voraussichtlich ab 1.7.

Ein Kinowiedereröffnung mit Oscar-Peisträger Pepe Danquart, Italien und die Dolce Vita – was braucht man mehr.

Pepe Danquart (“Lauf Junge lauf”, “Am Limit”) setzt sich in seinem Dokumentarfilm mit dem Autorenfilmer Pier Paolo Pasolini auseinander. Dieser umrundete im Jahr 1959 in einem Fiat Millecento die italienische Küste und schrieb seine Erlebnisse nieder. 60 Jahre später nimmt auch Danquart diese Reise in einem Fiat auf sich und beobachtet, was sich seitdem verändert hat.

“Auf den Spuren von Pier Paolo Pasolini vollzieht Dokfilmer Pepe Danquart eine Reise durch Italien nach, die im Hin und Her zwischen Vergangenheit und Gegenwart vor allem auch das Thema Migration beleuchtet.” (epd Film)

1959, Italien. Pier Paolo Pasolini setzt sich im ligurischen Badeort Ventimiglia in seinen Fiat Millecento und umrundet einmal die italienische Küste. Der Form des berüchtigten Stiefels folgend fährt er 3.000 Kilometer bis hinauf nach Triest. Seine außergewöhnliche Reise gilt 60 Jahre später als einzigartiges Dokument europäischer Kulturgeschichte. Das im Zeichen des Wirtschaftswunders und des beginnenden Massentourismus prosperierende Italien beschrieb Pasolini mit einer großen Portion Hellsichtigkeit, Empathie und Witz. In “Vor mir der Süden” begibt sich der deutsche Filmemacher Pepe Danquart auf Pasolinis Spuren. Die damalige Umrundung unternimmt auch Danquart als fliegender Flaneur im Fiat Millecento und blickt auf Umbrüche – nicht nur in einem Land, sondern auf einem ganzen Kontinent. So viel lässt sich über Europa erzählen, schaut man nur einmal genauer auf sein Eingangstor: Italien. Der frühere Massentourismus der klassischen Ferienorte wurde durch Millionen Individualreisende abgelöst, die die Schauplätze des historisch-mediterranen Italien. Wo einst Aufbau herrschte, strömen nun Waren und Dramen an die Küstenorte der Apennin-Halbinsel.

Italien/Deutschland 2019.
Drehbuch & Regie: Pepe Danquart.
117 Min. Ab 0 J.