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Der große Oscar-Favorit: Ein überragender, knallharter Blick auf das Amerika von heute, die Geschichte einer zornigen Frau, die mit „drei Werbetafeln am Ortsausgang von Ebbing in Missouri“ einen Kleinkrieg gegen die rassistische Polizei beginnt.

Ausgezeichnet mit 4 Golden Globes: Bester Film/Drama, Beste Hauptdarstellerin Frances McDormand,Bester Nebendarsteller Sam Rockwell,Bestes Drehbuch!

Nominiert für 7 (!) OSCARS:

  • Bester Film: Graham Broadbent, Peter Czernin & Martin McDonagh
  • Beste Hauptdarstellerin: Frances McDormand
  • Bester Nebendarsteller: Woody Harrelson
  • Bester Nebendarsteller: Sam Rockwell
  • Bestes Originaldrehbuch: Martin McDonagh
  • Bester Schnitt: Jon Gregory
  • Beste Filmmusik: Carter Burwell

“…eigentlich ein unmöglicher Film, ein Widerspruch in sich. Eine Tragödie mit unfassbar komischen Dialogen. Melancholie, die immer wieder ins Groteske kippt – und umgekehrt. Ein Rachedrama, in dem auch Versöhnung möglich scheint. Ein Thriller, der die großen Konflikte der Gegenwart aufgreift, sexuelle Gewalt und Rassismus, ohne zum Lehrstück zu werden.” (Der Spiegel)

Frances Mc Dormand spielt Mildred Hayes, eine resolute Frau, eigen­stän­dig, aber verbittert und zornig. Ihre Tochter ist vergewaltigt und er­mordet worden, doch der Täter ist nicht gefasst. Drei riesige Werbeta­feln außerhalb der Ortschaft mietet sie an: “Bei der Vergewaltigung er­mordet”, “Und immer noch keine Festnahmen?”, “Wie kann das sein, Polizeichef Willoughby”. Das lässt Mildred in fetten schwarzen Lettern auf die drei Werbetafeln am Ortsein­gang der Kleinstadt Ebbing schrei­ben, die man von ihrer Veranda aus gut sehen kann. Einen Monat im Vo­raus hat sie dafür bezahlt. Die Worte sind wohl gewählt. Monate sind ver­gangen, seitdem Mildreds jugendli­che Tochter vergewaltigt wurde. Der Täter wurde nicht geschnappt. Die Ermittlungen gehen schleppend vo­ran. Weil, so vermutet die trauernde Mutter, die Polizei sich lieber darum kümmert, Schwarze zu drangsalieren und zu vermöbeln. Und sie hat nicht Unrecht: Deputy Jason Dixon ist ein cholerischer, rassistischer Redneck, der die Polizeimarke als Einladung sieht, seinen persönlichen Ressenti­ments ungestraft Luft zu verschaffen. Polizeichef Willoughby glaubt daran, dass Gutes in Dixon steckt, aller­dings so gut versteckt, dass der selbst nichts davon ahnt. Überhaupt ist Willoughby ein aufrechter Mann, gerecht, bemüht – aber auch ster­bens­krank. Weshalb ihm daran gele­gen ist, einen Kleinkrieg mit Mildred Hayes gleich im Keim zu ersticken. Sie ist jedoch nicht bereit, auch nur einen Schritt von ihrer harten Linie abzuweichen. Ihr Mann hat sie für eine Hübschere, Jüngere verlassen. Ihre Tochter war ihr Ein und Alles. Und jetzt sollen andere bezahlen – sie ist ein Eine-Frau-Gottesgericht von eigenen Gnaden. Der Konfron­ta­tionskurs ist vorgezeichnet, die Es­ka­lation scheint nicht zu vermeiden. Das ganze Städtchen sieht sich ge­zwungen, Farbe zu bekennen und sich für eine Seite zu entscheiden Und doch kommt alles ganz anders, wie man es von diesem zunächst so unerbittlichen Film mit seinem pech­schwarzen Humor erwartet…

„Eine großartige Ko­mödie mit skurrilem Humor und ausge­feilten Figuren. Eine düstere Betrachtung menschlicher Ab­gründe, es geht um Hass, Rache, Mord und Totschlag, aber diese starken Schlag­worte sind nur Sprungbrett da­für, das Innerste, Menschlichste und vor allem Beste aus den Figuren heraus­zukitzeln, die zu­nächst so erschei­nen, als sei ihnen nicht mehr zu hel­fen. Ein perfekt ge­schriebener Film vol­ler genialer Ein­fälle. Jede Szene ist für sich schon klas­se. Und die Schau­spieler nutzen die Gelegenheit, um zu zeigen, was in ihnen steckt. Frances McDormand, Woody Harrelson und Sam Rockwell waren nie besser als in dieser wunderbaren Mori­tat, die einem emo­ti­o­nal so nahe geht.“ (Blickpunkt:Film)

USA 2017.
Regie: Martin McDonagh.
Mit Frances McDormand, Woody Harrelson.
116 Min. Ab 12 J.