Tickets: Tel. reservieren: 0541-600650
Online: auf die Uhrzeit klicken

„Der Film ist das Wunder dieser Berlinale“ (DIE WELT)

“Zündstoff in Neonpink” (ZEIT Online)

“Großartig!” (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

„Überzeugt als wuchtiges, intensives, sehenswertes Psychogramm.“ (Programmkino.de)

„Ein kraftvoller, konsequenter und ehrlicher Film, der den Zuschauer nicht mehr loslässt. – Prädikat Besonders Wertvoll.“ (FBW)

„Eine starke Geschichte… intensiv recherchiert. Dass der Film einen nicht abstößt, sondern mitnimmt, verdankt er auch seiner beeindruckend talentierten Hauptdarstellerin Helena Zengel. Mit ihren lichtblonden Haaren und dem fast durchscheinenden Teint sieht sie eher aus wie eine lebhafte Elfe. Sie passt in keine der üblichen Schubladen: Sie ist weder ein junger Rabauke noch eine heftig Pubertierende noch eine Großstadtverwahrloste. Sie ist ein kleines Mädchen, dessen Leben anders hätte verlaufen können, wenn wichtige Bindungen hätten wachsen dürfen.“ (Die Zeit)

Deutschlands offizielle Nominierung für den “Auslands”-OSCAR!

Die Geschichte der 9-jährigen Benni, die von einem Erziehungsheim ins nächste weitergereicht wird, weil mit ihrer Aggressivität keiner klarkommt. Dieses traumatische Leben läßt die junge Helena Zengel in einer erstaunlichen Performance spürbar werden. Dafür gab’s auf der Berlinale den Silbernen Bären und mittlerweile auch Preise auf vielen weiteren Filmfestivals!

Impulse zur pädagogischen Arbeit

…downloadbar hier als PDF

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Benni erträgt es nicht, wenn ihr jemand anderes als die Mutter ins Gesicht fasst, weil jemand ihr als Baby die vollgemachten Windeln ins Gesicht gedrückt hat. Mit neun Jahren hat Benni schon mehrere Aufenthalte in der Psychiatrie hinter sich, haben sie 27 Heime und Wohnprojekte rausgeworfen oder weigern sich, es noch einmal mit ihr zu probieren. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien…

Im Wettbewerb der 69. Internationalen Filmfestspielen Berlin 2019 feierte SYSTEMSPRENGER eine fulminante Premiere. Die Regisseurin Nora Fingscheidt überzeugte die Jury und durfte sich für ihr intensives und gefühlvolles Spielfilmdebüt über den Silbernen Bären / AlfredBauer-Preis sowie über den Publikumspreis der Leserjury der Berliner Morgenpost freuen.

Das großartige Ensemble begeistert – allen voran Helena Zengel, die mit körperlicher Wucht Bennis expressiver Wut ein zartes Gesicht verleiht, Lisa Hagmeister als Mutter, die Überforderung und Gebrochenheit eindrücklich verkörpert. Albrecht Schuch ist als Betreuer Micha der perfekte Gegenpol zu Benni. Gabriela Maria Schmeide überzeugt realitätsnah als Mitarbeiterin des Jugendamts, die alles Mögliche unternimmt, um Benni im Rahmen des Systems zu helfen. Einem System, das an diesem Anspruch scheitert und durch Kinder wie Benni „gesprengt“ wird.

SYSTEMSPRENGER ist seit der Berlinale auf zahlreichen Festivals gelaufen und mehrfach ausgezeichnet worden, darunter beim 23. Sofia International Film Festival mit dem Preis für die Beste Regie, beim Molodist – 47. Internationales Filmfestival Kiew mit dem Preis der Ökumenischen Jury sowie beim 29. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern mit vier Preisen und beim 30. Internationalen Filmfest Emden-Norderney mit zwei Preisen.

Deutschland 2019,
Regie & Buch: Nora Fingscheidt,
Darsteller: Helena Zengel, Albrecht Schuch, Lisa Hagmeister, Gabriela Maria Schmeide, Melanie Straub u.a.
125 Min. Ab 12 J.