“Und der Haifisch, der hat Zähne. Und die trägt er im Gesicht.“

“Mackie Messer – Brechts 3Groschenfilm” erweckt leidenschaftlich und überbordend, wild und provozierend Bertolt Brechts und Kurt Weills Dreigroschenoper auf der Leinwand zu neuem Leben – und erzählt gleichzeitig die Geschichte von Brechts großem gescheiterten Traum, sein Werk nach seinen Vorstellungen zu verfilmen. In der Hauptrolle LARS EIDINGER als Bert Brecht.

“Lars Eidinger spielt Brecht – und alles was er sagt, sind Zitate aus Brechts Werk und Leben… Eine opulente tour de force mit grandioser Besetzung, auf die das Kino lange warten musste.” (ZDF Heute Journal)

„Mehr als eine Verfilmung der Dreigroschenoper. Mehr als ein Blick hinter die Kulissen der historischen Ereignisse von damals. Es ist ein Film, der Brechts Theaterkunst huldigt, indem er sie meisterhaft auf die filmische Ebene überträgt. Ein wahrhaft Brecht’scher Film.“ (FBW)

„An dieser Verfremdungs-Wundertüte hätte Brecht wohl sein Vergnügen gehabt. Ein mutiger großer Wurf, der dem deutschen Kino guttut!“ (Programmkino.de)

SCHULVORSTELLUNGEN MÖGLICH (s.u.)

“Und der Haifisch, der hat Zähne. Und die trägt er im Gesicht.” Die­ses Lied über Mackie Messer läu­tet die berühmte “Dreigroschen­oper” von Bertolt Brecht und Kurt Weill ein. 1928 wird es in Berlin ur­auf­ge­führt – und es wird eins der größten Theatererfolge der Weima­rer Zeit und verhilft Brecht und Weill zu Ruhm und Anerkennung. Schon bald interessiert sich eine große Produktionsfirma für die Film­rechte. Natürlich will der Pro­du­zent die Oberhand behalten, wenn es da­rum geht, wie das Stück verfilmt werden soll. Doch genau das will Brecht auch. Denn schließlich sind es seine Worte, die das Stück erst erschaffen haben. Dem Produzen­ten erzählt er von seinen Plänen. Und lässt sie vor den Augen aller Betrachter leben­dig werden. Brecht sucht die öf­fentliche Aus­ein­andersetzung. Er bringt die Produk­tionsfirma vor Ge­richt, um zu be­wei­sen, dass die Geld­interessen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen.

Regisseur Joachim Lang vereint mehrere Ebenen und ver­­bindet sie zu einem außerge­wöhn­lichen filmi­schen Erlebnis – denn so wie im epischen Theater spielt auch Langs Film mit Regeln und Konventionen der Rezeption: Da verwandelt sich eine Spiel­sze­ne aus der Drei­groschenoper in eine lebendige Diskus­sion der Schau­spieler über ihre Rollen. Oder Brecht selbst durchbricht die vierte Wand und spricht mit dem Zu­schau­er über seine Gedanken und Vorhaben. Das alles ist untermalt und gerahmt von den federleicht in Sze­ne gesetzten musikalischen Stüc­ken der Oper selbst, ist mit Esprit und Lust inszeniert und wird mit großer Spiel­freu­de des glanz­vollen Ensem­bles wider­spiegelt.

Deutschland 2018.
Regie: Joachim Lang.
Mit: Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Joachim Król, Claudia Michelsen, Britta Hammelstein, Christian Redl u.a.
130 Min. Ab 6 J.

Schulvorstellungen

SCHULVORSTELLUNGEN möglich – rufen Sie uns gerne an: Tel. 6006511.

VISION KINO, das Netzwerk für Film- und Medienbildung (u.a. Bundeszentrale für politische Bildung) empfiehlt den Film ausdrücklich für Schulvorstellungen für die Unterrichtsfächer Deutsch, Politik, Geschichte, Darstellendes Spiel, Kunst, Musik, Sozialkunde und zu den Themen Episches Theater, Gesellschafts-/Kapitalismuskritik, Produktionsbedingungen von Film, Rezeptionsästhetik, U- und E-Musik, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Urheberrecht, Inszenierungen der Wirklichkeit, Fiktion und Realität, Adaption.

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