Ab 7.3.

In „Kirschblüten – Hanami“ erzählte DORIS DÖRRIE bewegend und aufrichtig vom Zusammenleben in einer Ehe und von Verlust und Trauer. Nun erzählt sie ihre deutsch-japanische Geschichte weiter, nun muss der Sohn über den Tod seiner Eltern hinwegkommen und sich dafür den Geistern der Erinnerungen stellen.

Zehn Jahre nach dem Tod von Rudi (Elmar Wepper) und Trudi (Hannelore Elsner) steht ihr jüngster Sohn Karl (Golo Euler) vor den Trümmern seines Lebens: Er trinkt, hat seinen Job verloren und lebt getrennt von Frau und Kind. Seine schwarzen Dämonen lassen sich bloß mit Alkohol besänftigen. Karl weiß nicht mehr, wer er ist. Wie eine Halluzination taucht plötzlich Yu (Aya Irizuki) auf, unfassbar und geheimnisumwoben. Yu erscheint wie eine Andeutung aus einer vergangenen Welt und hebt das Leben von Karl aus den Angeln. Nur widerwillig begleitet Karl sie in sein leerstehendes Elternhaus, allzu lebendig sind die Erinnerungen an die Eltern und die eigene, schwierige Kindheit. Warum lassen die toten Eltern Karl nicht frei? Welche Dämonen verfolgen Karl? Mit Dämonen und Gespenstern hat Yu Erfah- rung, was an ihrer japanischen Herkunft liegt. Dort sind sie ganz real und mächtig, und man lernt schon als Kind, wie man mit ihnen umzugehen hat: Man lädt sie ein auf eine Tasse Tee…

D 2019.
Regie: Doris Dörrie.
Mit Golo Euler, Aya Irizuki, Felix Eitner, Birgit Minichmayr, Elmar Wepper, Hannelore Elsner u.a.
110 Min.