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ANDREAS DRESEN ist einer der bedeutendsten Filmregisseure Deutschlands. Jetzt wirft er mit Zärtlichkeit und Humor einen Blick auf das Leben von Gerhard „Gundi“ Gundermann, Liedermacher in der DDR und einer der prägenden Künstler der Nachwendezeit. Entstanden ist ein Liebes- und Musikfilm, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. Andreas Dresen kann einfach komplexe Filme machen – und im Thema DDR-Vergangenheitsbewältigung steckt er sicherlich mit mehr Herzblut drin als manch anderer. Er fächert eindringlich ein Kaleidoskop einer zerrissenen Persönlichkeit in einer zerrissenen Gesellschaft auf und macht ihre ebenso sympathischen wie widersprüchlichen Facetten sichtbar. Die Hauptrolle spielt Alexander Scheer, in weiteren Rollen sind eine umwerfend sympathische Anna Unterberger sowie Axel Prahl, Bjarne Mädel und Milan Peschel zu sehen.

“Es ist einer der differenziertesten, besten Filme über die DDR: Aus dem aufregend widersprüchlichen Leben des Liedermachers Gerhard Gundermann hat Andreas Dresen ein faszinierendes Porträt geschaffen – unser Film der Woche.” (SPIEGELonline)

“Auch wer von Gundermann noch nie etwas gehört hat, wird von diesem Portrait mit all seinen Widersprüchen in den Bann gezogen.” (WDR)

“Großes Kino.” (Berliner Zeitung)

“Ein gelungenes und nachvollziehbares Porträt eines Menschen, Künstlers und Idealisten, der gleichzeitig seine Ideale verriet und für die Stasi spionierte, erzählt als exemplarisches, schizophrenes Schicksal eines DDR-Bürgers.” (Blickpunkt:Film)

“Bei Andreas Dresen ist man immer ‘mittendrin statt nur dabei’. Im Falle von ‘Gundermann’ erleben wir hautnah und ungekünstelt, was es bedeutet, seine Vergangenheit zu verdrängen und was passiert, wenn sie uns über Umwege doch heimsucht. Im Mittelpunkt der Erzählung: Alexander Scheer als Liedermacher und Ex-Stasi-Spitzel Gerhard Gundermann. – Sehenswert.” (Programmkino.de)

„Gundi“ Gundermann ahnt noch nicht, dass er später ein­mal einer der prägenden Künstler der Nach­wendezeit sein wird. Als er in den Acht­ziger­jahren mit seinen Musikern durch die Clubs der DDR tourt, ist das Geldverdienen mit seiner Musik noch nicht einmal sein Haupt­anliegen. Er möchte seine einfühlsa­men, oft auf eigenen Erlebnissen beruhenden Texte mit der Welt teilen. Seine Brötchen verdient er als Baggerfahrer. Als er später gezwungen ist, sich mit seiner Ver­gangenheit auseinanderzusetzen, wird er unsanft an sei­ne Tätigkeit als Stasi-Spit­zel erinnert. Das erschüttert nicht nur Gundis Vertrauen in sich selbst, der sich bis zu seinem frühen Tod mit nur 43 Jahren nie verzeihen wird, was er getan hat. Vor allem stellt ihn das vor die Fra­ge nach dem „Wa­rum?“, die er nicht beant­wor­ten kann und von der er hofft, dass sein Umfeld aus Freundin und Band ihm diese nicht stellt…

Deutschland 2018.
Regie: Andreas Dresen.
Mit: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Axel Prahl, Bjarne Mädel u.a.
128 Min. Ab 0 J.