Ab 1.8.

Regisseur Ilker Catak – ausgezeichnet mit dem Studenten-Oscar! – erzählt mit pointiertem Witz jenseits kultureller und gesellschaftlicher Konventionen vom Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher Kulturen, von einer deutsch-türkischen (Schein)(Ehe, von hinterfragten Lebensentwürfen und von der Liebe, die manchmal alles verändert. Ein berührender Film über den Mut, sich dem Fremden zu stellen, Wagnisse einzugehen und Herausforderungen anzunehmen. Gleichzeitig spielt er mit gängigen gesellschaftlichen Klischees und Vorurteilen, um diese umgehend klug und subtil zu entkräften.

„Es gilt das gesprochene Wort“ – sagt die Standesbeamtin am Anfang – und der skeptische Blick verrät schon alles: hier wird eine Scheinehe geschlossen. Gilt diese Ehe, dieses Eheversprechen wirklich? Alles beginnt, als am Strand von Marmaris in der Türkei zum ersten Mal sich zwei Menschen begegnen, deren Lebenswelten kaum gegensätzlicher sein könnten: Marion, die selbstbewusste, unabhängige Pilotin aus Deutschland, trifft auf Baran, den charmanten Aufreißer wider Willen, der von einem besseren Leben jenseits des Bosporus träumt. Zielstrebig bittet er Marion, ihn mit nach Deutschland zu nehmen. Und sie lässt sich auf dieses Wagnis ein, ganz gegen ihre sonst so überlegte, reservierte Art, und schließt einen Deal mit ihm. Vielleicht, weil sie gerade selbst dazu gezwungen ist, ihr bisheriges Leben zu überdenken? Marions Dauer-Affäre Raphael wird von der neuen Situation vollkommen überrascht. Baran gibt alles, um die ihm gebotene Chance auf ein neues Leben zu nutzen. Das beeindruckt Marion – ihre Zurückhaltung beginnt zu bröckeln…

Deutschland/Frankreich 2019.
Regie: Ilker Catak.
Mit Anne Ratte-Polle, Arman Uslu, Godehard Giese, Jörg Schüttauf u.a.
122 Min. Ab 12 J.