Ab 26.7.

Ein Rabbi, ein Pfarrer und ein Imam gründen eine Band…

Ach, wie wär das schön, würden alle Religionen miteinander harmonieren statt so viel Hass, Machtmissbrauch, Krieg hervorzubringen! In der französischen Komödie „Ein Lied in Gottes Ohr“ rückt diese Utopie ein Stück näher, als die jüdisch-christlich-muslimisch besetzte Band „Coexister“ die Charts erklimmt. Der Autor, Regisseur und Darsteller Fabrice Eboué schuf aus diesem Stoff eine muntere Komödie mit hoffnungsvoller Botschaft.

Ein Rabbi, ein Pfarrer und ein Imam gründen eine Band… Das klingt wie der Anfang eines Witzes. Und tatsächlich zündet der Dreh­buchautor und Regisseur Fabrice Eboué alle möglichen Pointen, die der Schulterschluss zwischen den Religionen so hergibt. Ohne jeg­li­ches Moralaposteln pikst Regis­seur Eboué in jedes religiöse Wes­pennest und nimmt uns mit großer Lust an der Provokation und noch mehr herzhaftem Humor mit auf eine höllisch komische, musikali­sche Irr- und Abenteuerfahrt. Alles beginnt damit, dass Musikprodu­zent Nicolas (Regisseur Fabrice Eboué selbst) mächtig unter Druck steht. Will er seinen Job behalten, muss er in nur sechs Monaten ei­ne Band in die Charts bringen und im angesagten Pariser Club „Olym­pia“ auftreten lassen. Nach einer durch­zechten Kostümparty kommt ihm die unorthodoxe Idee, eine Band aus einem Rabbi, ei­nem Pfarrer und einem Imam zu formen. Mit Samuel, Benoît und Moncef finden Nicolas und seine flippige Assisten­tin Sabrina die passende Beset­zung – auch wenn Moncef kein ech­ter Imam, sondern ein versof­fe­ner und dauerspitzer Singer-Song­writer ist. Die skurrile Band „Coe­xis­ter“ nimmt eine ver­söhnliche Bal­lade samt Musikvi­deo auf, doch Backstage trägt das Trio viel reli­gi­ösen Zoff aus, der Ni­colas den letz­ten Nerv raubt. Viel­leicht könnte ein echter Ohrwurm helfen…

COEXISTER.
Frankreich 2017.
Regie & Drehbuch: Fabrice Eboué.
Mit Ramzy Bedia, Fabrice Eboué, Guillaume de Tonquédec, Audrey Lamy, Jonathan Cohen u.a.
90 Min. Ab 12 J.