Ab 21.2.

Die für uns unglaubliche, im religiösen Süden der USA aber tatsächlich passierte Geschichte eines jungen Mannes, der in einer „Umerziehung“ von seiner Homosexualität „geheilt“ werden soll – beklemmend und eindringlich inszeniert nach dem autobiografischen Roman „Boy Erased“ von Garrard Conley. Ein Drama über erschütternde Zustände im Bibel-Belt der USA und den mutigen Kampf eines jungen Mannes gegen Homophobie und für ein selbstbestimmtes Leben – mit LUCAS HEDGES („Manchester by the Sea“, „Ben is back“) als rebellischer Junge, RUSSEL CROWE als strenggläubiger Vater und NICOLE KIDMAN als verunsicherte Mutter.

„An der Seite von Nicole Kidman und Russell Crowe liefert Lucas Hedges als sensibler Held eine grandiose Vorstellung, deren Wahrhaftigkeit unter die Haut geht. Die scheinbare Mühelosigkeit, mit er die Balance aus Idealismus, Wut, Ohnmacht, Ratlosigkeit und Rebellion meistert, hat Klassiker-Qualitäten. Nicht nur Hedges dürfte für dieses meisterhaft kluge Plädoyer gegen Intoleranz ein Oscar winken.“ (Programmkino.de)

Jared wächst als Sohn eines Baptistenpredigers in einer Kleinstadt in den amerikanischen Südstaaten auf. Als er mit 19 Jahren von einem College-Mitstudenten als schwul geoutet wird, bricht für seinen Vater und seine Mutter Nancy sowie die konservative Gemeinde eine Welt zusammen. Um Jared von seiner Homosexualität zu „heilen“, soll er an einer von der Kirche unterstützten Konversationstherapie teilnehmen, anderenfalls will der Vater ihn nicht mehr unter seinem Dach leben lassen. Wenn Jared sich nicht beugt, droht dem Teenager aber nicht nur der Verlust der Familie, sondern auch der Verlust seiner eigenen religiösen Identität. Unter diesem Druck nimmt der junge Mann notgedrungen an dem entwürdigenden, unmenschlichen und absurden Umerziehungsprogramm des erbarmungslosen Therapeuten Victor Sykes (Joel Edgerton) teil, das auf zwölf Tage angelegt ist…

BOY ERASED.
USA 2018.
Regie: Joel Edgerton.
Mit Lucas Hedges, Nicole Kidman, Russel Crowe, Joel Edgerton u.a.
115 Min. Ab 12 J.