Ab 21.2.

Der neue Film von FATIH AKIN (“Aus dem Nichts”) nach dem Buch von HEINZ STRUNK (“Fleisch ist mein Gemüse”).

FATIH AKIN (Golden Globe für „Aus dem Nichts“) hat HEINZ STRUNKs Roman verfilmt – die wahre (!), beinharte, milieudichte und alkoholgetränkte Geschichte des Hamburger Reeperbahn-Frauenmörders Fritz Honka. Der Titel des Films bezieht sich auf die berüchtigte St.Pauli-Kneipe „Zum Goldenen Handschuh“.

Fatih Akins Film hat seine Premiere auf den Filmfestspielen in Berlin!

Es gibt genau drei Gründe, warum der Mensch trinkt:
Erstens um was Schlimmes zu vergessen,
zweitens um was Schönes zu feiern,
und drittens, wenn mal nix los ist, das was passiert!“

Fatih Akin erzählt nach dem realen Fall und Heinz Strunks bereits mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnetem Roman die grausige Geschichte des zurückgebliebenen und alkoholabhängigen Fritz Honka nach, der in den 1970er Jahren vier Frauen auf teilweise grausame Art und Weise umbrachte. Für Honka war die berühmt- berüchtigte Kiezspelunke „Zum Goldenen Handschuh“ wie für viele andere Abgehängte und Gestrandete ein zentraler Anlaufpunkt im Hamburger Nachtleben, wo deutsche Schlager zu Tränen rühren und der Suff gegen Sehnsucht und Schmerz helfen soll. Hier lernte er auch seine späteren Opfer kennen. Honka, der Typ mit dem kaputten Gesicht, trinkt eigentlich immer – aus welchem der drei oben angeführten Gründe auch immer (wenn er überhaupt einen braucht). Er pendelt zwischen dem „Handschuh” und seiner armseligen Wohnung und stellt zwischendurch einsamen Frauen nach. Er ist ein Gelegenheitsarbeiter, der im richtigen Leben nicht viel auf die Kette bekommt, aber im “Handschuh” gehört er zur ersten Riege: Er sitzt nicht hinten bei den “Schimmligen”, sondern trinkt seinen “Fako” vorn an der Theke. Und er hat einen Spitznamen: Fiete. Im “Handschuh” ist das eine besondere Auszeichnung, wenngleich ein Spitzname erster Klasse aus zwei Worten bestehen müsste, so wie die Titel der anderen Stammgäste “Soldaten-Norbert”, “Tampon-Günther” oder “Nasen-Ernie”. Aber immerhin. Doch auch diese Anerkennung bewahrt ihn nicht davor, zunehmend in eine Welt abzugleiten, die geprägt ist von Alkohol, Gewalt, Frust und Frauenhass. Schließlich kommt der Tag, an dem Honka außer völlig Kontrolle
gerät…

D 2019. Regie: Fatih Akin.
Mit Jonas Dassler, Margarethe Tiesel, Katja Studt, Tristan Göbel, Uwe Rohde, Hark Bohm, Victoria von Trauttmansdorff, Adam Bousdoukos u.a.
Vorauss. ab 18 J.