Nach seinem überragenden, vielfach ausgezeichneten Film „DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER“ erzählt Regisseur LARS KRAUME eine weitere Geschichte aus der deutschen Nachkriegszeit – diesmal aus der DDR des Jahres 1956, als eine einfache menschliche Geste von Schülern einen ganzen Staats- und Stasi-Apparat in Aufruhr versetzte. Ein bewegender, engagierter Film über politischen Mut und persönliche Zivilcourage und den Anstand, in politisch schwierigen Zeiten moralisch und ehrlich zu bleiben – nach einer wahren Begebenheit!

Mit Ronald Zehrfeld, Florian Lukas, Jördis Triebel, Burkhard Klaussner und Michael Gwisdek und den überragenden jugendlichen Darstellern Leonard Scheicher („Es war einmal Indianerland“), Tom Gramenz („Spreewaldkrimi“) und Anna Lena Klenke („Fack Ju Göhte“, „Rock My Heart“).

“Ein hochgelobter, berührender Film über Freundschaften, Verrat und Zivilcourage in Zeiten der Diktatur.” (ZDF HeuteJournal)

“Mitreißend, berührend und souverän inszeniert. Eine kluge Geschichtsstunde und, um im Titel zu bleiben, ein Film von ganz großer Klasse!” (Programmkino.de)

FILMHEFT mit pädagogischen Materialien

FILMHEFT von VISION KINO, dem Netzwerk für Film- und Medienbildung

Das Filmheft gibt Anregungen, sich mit dem historischen Kontext auseinander-zusetzen: Wie waren die politischen und sozialen Konstellationen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg? Welche Erfahrungen haben die Menschen innerhalb zweier diametral entgegengesetzter gesellschaftlicher System gemacht? Hier kann der Film einen wichtigen Beitrag hinsichtlich der Diskussion zur deutschen Geschichte leisten. Darüber hinaus regt das Filmheft dazu an, die künstlerische Modellkonstruktion Spielfilm als produktiven Impuls für die eigene Lebenswelt zu erschließen. Ab Ende Februar stehen zudem Szenen für filmanalytische Aufgaben auf unserer Webseite zur Verfügung.

Das Filmheft ist für Schüler*innen ab der 9. Klasse für die Fächer Geschichte, Deutsch, Politik, Ethik, Sozialkunde, Religion, Psychologie, Philosophie und fächerübergreifend für die Demokratieerziehung geeignet. Es kann bei VISION KINO kostenfrei heruntergeladen werden:
https://www.visionkino.de/publikationen/filmhefte/filmheft-zu-das-schweigende-klassenzimmer/

1956: Bei einem Kinobesuch in Westberlin se­hen die Abiturienten Theo und Kurt in der Wochenschau dramatische Bilder vom Auf­stand der Ungarn in Budapest. Zurück in der DDR in Stalinstadt (das heutige Eisenhütten­stadt, damals gerade symbolträchtig ganz neu gegründet als „erste sozialistische Stadt auf deutschem Boden“) entsteht spontan die Idee, im Unterricht eine solidarische Schwei­geminute für die Opfer des Aufstands abzu­hal­ten. Doch sie haben unterschätzt, was sie mit ihrer kleinen, menschlichen Geste auslö­sen. Die Geste zieht viel weitere Kreise als erwartet: Während ihr Rektor zwar zunächst versucht, das Ganze als „Jugendlaune“ abzu­tun, geraten die Schüler in die politischen Müh­len der noch jungen DDR, die keine Ab­weichungen duldet. Der Volksbildungs­minis­ter verurteilt die Aktion als konterrevolutio­nä­ren Akt und verlangt von den Schülern, inner­halb einer Woche den Rädelsführer zu be­nen­nen. Doch die Schüler wollen sich nicht gegenseitig denunzieren, trotz Verdäch­ti­gun­gen, Verhören und Drohungen halten sie zu­sammen. Womit sie schließlich vor eine Ent­scheidung gestellt werden, die ihr Leben für immer verändern wird…

Deutschland 2018.
Regie: Lars Kraume.
Mit Leonard Scheicher, Anna Lena Klenke, Tom Gramenz, Ronald Zehrfeld, Florian Lucas, Jördius Triebel, Burkhard Klaußner, Michael Gwisdek u.a.
111 Min. Ab 12 J.