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“Einer der großen Favoriten im Wettbewerb des Festival de Cannes 2018, der schließlich mit dem Preis der Jury gewürdigt wurde, war dieses erschütternde Drama in der Tradition des italienischen Neorealismus, das im Hier und Jetzt angesiedelt ist und ein zutiefst mitreißendes Porträt entsetzlicher Armut in Beirut zeichnet.” (Blickpunkt:Film)

Zain ist gerade einmal zwölf Jahre alt. Zumindest wird er auf dieses Alter geschätzt. Der Junge hat keine Papiere und die Familie weiß auch nicht mehr, wann er geboren wurde. Nun steht er vor Gericht und verklagt seine Eltern, weil sie ihn auf die Welt gebracht haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern können. Dem Richter schildert er seine bewegende Geschichte: Was passierte, nachdem er von zu Hause weggelaufen war und bei einer jungen Mutter aus Äthiopien Unterschlupf fand und wie es dazu kam, dass er sich mit ihrem Baby mittellos und allein durch die Slums von Beirut kämpfen musste. – Ein Kind klagt seine Eltern an und mit ihnen eine ganze Gesellschaft, die solche Geschichten zulässt!

“Aufrührerisch und wütend ist Labakis Film, melodramatisch und rührselig… enorm intensiv, mit einer Kamera auf Augenhöhe der Kinder gefilmt, als quasi dokumentarische Beschreibung eines Lebens am untersten Ende der sozialen Leiter. Wuchtiges, emotionales, manchmal auch emotionalisierendes Kino ist Nadine Labakis ‘Caparnaum’, das vieles tut, aber gewiss nicht kalt lässt.” (Programmkino.de)

Capharnaüm.
Libanon 2018.
Regie: Nadine Labaki.
Mit Zain Al Rafeea, Yordanos Shiferaw u.a.
126 Min. Ab 12 J.