Ab 7.3.

MOONLIGHT-Autor und Regisseur Barry Jenkins verfilmte nach seinem großen OSCAR-Triumph nun den berühmten Bestseller-Roman von JAMES BALDWIN, der neben Martin Luther King und Malcolm X einer der zentralen Vordenker der Bürgerrechtsbewegung in den USA war. Es ist die Geschichte einer sanft-zarten Liebe zweier junger Menschen in einer rassistischen Umwelt – angesiedelt im New Yorker Stadtteil Harlem in den 1970er Jahren.

Nominiert für 3 OSCARS für Bestes Drehbuch, Beste Nebendarstellerin Regina King und Beste Filmmusik!

Die 19-jährige Tish und ihr Verlobter Fonny sind ein junges Paar im ärmlichen Viertel Harlem. Fonny wird fälschlicherweise der Vergewaltigung an einer Puerto-Ricanerin beschuldigt und kommt ohne Prozess unschuldig ins Gefängnis. Kurze Zeit später erfährt Tish, dass sie von Fonny ein Kind erwartet. Mit Zuversicht versichert sie ihm, ihn noch vor der Geburt aus dem Gefängnis zu holen. Mit Hilfe der Familie versucht sie mit allen Mitteln, seine Unschuld zu beweisen….

„‚Beale Street‘ ist subtiler erzählt und zurückhaltender inszeniert als ‚Moonlight‘, aber deshalb kein Stück weniger brillant. Und wenn sich das Drama erst einmal angeschlichen hat, macht es zugleich unglaublich glücklich und unfassbar wütend. Ganz einfach einer der bestgespielten, bestfotografierten, bestinszenierten und berührendsten Filme des Jahres!“ (Filmstarts)

„Der Film zeigt, wie ein junges afroamerikanisches Paar im Harlem der siebziger Jahre in die Mühlen von Polizei und Justiz gerät. Dabei arbeitet der Film nicht mit gängigen Empörungsmustern. Dass ein Afroamerikaner unschuldig im Gefängnis landet, gehört für die Figuren zum rassistischen Normalzustand. Sehr viel effizienter stellt Jenkins dem juristischen Willkürakt eine riesengroße Lovestory gegenüber, wie man sie seit vielen Jahren nicht mehr auf der Leinwand gesehen hat. In diesem Konzept offensiver Romantisierung ist jede einzelne Einstellung eine Liebeserklärung an die Figuren und auch an die Hauptdarsteller KiKi Layne und Stephan James. Die Großaufnahmen, die Jenkins wie kein anderer einzurichten versteht, greifen direkt ins Herz. Gleichzeitig ist der Film das kraftvollste cineastische Bekenntnis, das man sich zur ‘Black Lives Matter’-Kampagne vorstellen kann.“ (Der Tagesspiegel Berlin)

„1974 schrieb James Baldwin seinen Roman ‚If Beale Street could talk‘, in dem er die fiktive Straße im New Yorker Stadtteil Harlem zum Symbol der afro-amerikanischen Geschichte und Gegenwart macht. Jeder Schwarze, so schreibt Baldwin, der in Amerika geboren wurde, kennt Beale Street, was bedeutet, dass jeder Schwarze Rassismus und Polizeiwillkür kennt, Vorurteile und die Versuche, in einem von weißen Institutionen geprägten Land zu leben. Auch Jenkins Film spielt zwar Anfang der 70er, aber er könnte auch heute spielen.“ (Programmkino.de)

USA 2018.
Regie: Barry Jenkins.
Mit: Kiki Layne, Stephan James, Regina King, Dave Franco u.a.
119 Min.