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Ab 23.11.

Goldene Palme der Filmfestspiele Cannes für DIANE KRUGER als Beste Hauptdarstellerin!

Fatih Akins gewaltiges Drama um eine Frau, deren Leben „aus dem Nichts“ zerbricht, als sie durch einen Neonazi-Terroranschlag alles verliert und überlegen muss, wie sie damit umgehen kann – und will.

„So gerne sich das deutsche Kino mit der Vergangenheit beschäftigt, kaum ein Aspekt des Dritten Reichs und inzwischen auch der DDR-Geschichte nicht fil­misch behandelt wurde, so rar sind Darstellungen der politischen Gegenwart. Allein schon das Fatih Akin für seinen neuen Film ‚Aus dem Nichts’ als Aus­gangspunkt den NSU-Anschlag in der Kölner Keupstraße nimmt, macht seinen Film, der zum Teil von unübersehbarer Wut geprägt ist, bemerkenswert.“ (Programmkino.de)

„Dieses Drama ist direkt, unmittelbar, schnörkellos, schonungslos und konsequent. …Ein Film, der an die Nieren geht.“ (Blickpunkt:Film)

„Hey!“, ruft Katja (Diane Kruger) der Frau zu, die gerade ihr Fahrrad vor dem Büro von Katjas türkisch­stämmigem Mann abgestellt hat. „Das musst du abschließen, das wird dir hier sonst geklaut.“ Sie komme gleich zurück, da wäre das nicht nötig, wehrt die Frau ab und verschwindet. Wer mit den Ver­bre­chen des NSU vertraut ist – und auf die nimmt Fatih Akin in einer Einblendung explizit Bezug – den erfasst sofort der Horror. Mit einer Nagelbombe, die mit einem Fahr­rad vor einem türkischstämmigen Friseur platziert wurde, verübte der NSU 2004 seinen Anschlag in der Kölner Keupstraße. Damals starb zum Glück niemand. Für „Aus dem Nichts “ schrieben Akin und sein Co-Autor Hark Bohm die Ge­schich­te nun um: Die Bombe, die die Frau zündet, tötet Katjas Mann und sechsjährigen Sohn. Da ihr Mann Nuri (Numan Acar) wegen Drogenhandels im Gefängnis war, vermutet die Polizei erst eine Tat aus dem Milieu. Wie die Angehöri­gen der NSU-Opfer wird Katja des­halb bedrängt. Doch im Gegensatz zu Polizei, Verfassungsschutz und Medien, die in der Realität jahre­lang einen rassistischen Hinter­grund ausschlossen und die Mord­serie als „Döner-Morde“ verharm­los­ten, ist Katja klar: „Das waren Nazis!“ Verzweifelt versucht sie, mit ihrem erschütterten Leben klar zu kommen. Vor allem aber will sie Gerechtigkeit. Doch als die Täter ge­funden werden, ist das noch lan­ge nicht das Ende der Geschichte. Denn es geht in diesem Film auch um die Lücke zwischen Recht und Gerechtigkeit, um den Unterschied zwischen staatlicher Justiz und privatem Rechtsgefühl…

D 2017.
Regie: Fatih Akin.
Mit Diane Kruger, Dennis Moschitto, Ulrich Tukur, Numan Acar, Johan­nes Krisch, Jessica McIntyre u.a.
106 Min. Ab 12 J.