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Warmherziges Drama um eine Familie von Pfirsichbauern in Katalonien, die davor steht, ihre Lebensgrundlage zu verlieren.

Goldener Bär als Bester Film auf der Berlinale 2022.

“Die katalanische Filmemacherin Carla Simon zeichnet mit ihrem autobiografisch inspirierten Drama mit einem mit Laien aus der Region besetzten Ensemble ein ebenso authentisches wie zärtliches Porträt einer Familie auf dem Land. Sie beleuchtet vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen aber auch die ökonomischen Hintergründe.” (Blickpunkt:Film)

Seit 80 Jahren baut die Familie Solé in Alcarràs Pfirsiche an. In diesem Sommer versammelt sie sich zum letzten Mal zur gemeinsamen Ernte. Das Land hatte ihnen einst der Großgrundbesitzer Pinyol überlassen, als Dank für seine Rettung im Spanischen Bürgerkrieg. Doch der junge Pinyol will vom Handschlag seines Großvaters nichts mehr wissen. Er will das Land zurück, um eine Photovoltaik-Anlage darauf zu errichten. Auf einzigartige, vielstimmige, mit überbordender Energie und Momenten der Stille orchestrierte Weise erzählt „Alcarràs“ von der letzten Ernte der Solés – so handfest, zärtlich und sinnlich, dass wir uns bald selbst als Mitglied der Familie wähnen. Der Großvater Rogelio gibt die Hofffnung nicht auf, den jungen Pinyol zum Einlenken zu bewegen. Vater Quimet stürzt sich in die Erntearbeit, als gäbe es doch noch ein Morgen. Dolors hält Haus und Familie mit fröhlicher Geduld zusammen, doch auch sie kann beherzt Grenzen ziehen. Die älteren Kinder Roger und Mariona, Quimets Schwestern Glòria und Nati und Schwager Cisco – alle helfen mit bei der Arbeit, inmitten des unbändigen Tobens der Kinder Iris, Teia, Pau und Pere.

Spanien/Italien 2022.
Regie: Carla Simón.
Mit: Jordi Pujol Dolcet, Anna Otin, Xènia Roset, Josep Abad u.a.
120 Min. Ab 6 J.