Vom 21. – 25.10. u.a. im Filmtheater Hasetor und im Cinema-Arthouse

Das 35. Unabhängige FilmFest Osnabrück zeigt in fünf Tagen wieder unabhängig produziertes Kino aus aller Welt.

Mittwoch 21.10. 20.00 Uhr
Walchensee Forever
Deutschland 2020, 110’, OV, R.: Janna Ji Wonders

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Donnerstag 22.10. 17.30 Uhr
Garagenvolk
Deutschland 2020, 95′, OmdtU, R.: Natalija Yefimkina

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Was ist Heimat? Janna Ji Wonders erforscht die Geschichte der Frauen ihrer Familie, die ihre Mutter und deren Schwester um die halbe Welt – aber stets zurück an den Walchensee brachte. Ständiger Begleiter ist die Frage nach Identität und der Wille, sich von den patriarchalen Strukturen der Zeit abzugrenzen.

Im Norden Russlands hört der Winter nie auf. Am Stadtrand säumen Garagen die Straße. In denen findet sich alles – außer einem Auto. Die Garagen haben sich hier zum Lebensmittelpunkt vieler Russ:innen entwickelt. In diesen Mikrokosmen entfliehen sie dem Alltag, hier haben sie sich kleine Paradiese errichtet.

Donnerstag 22.10. 20.00 Uhr
Merry Christmas, Yiwu
Belgien, Schweden, Serbien, Deutschland, Frankreich, Katar 2020, 94′, OmeU, R.: Mladen Kovačević

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Donnerstag 22.10. 22.15 Uhr
A febre
Brasilien, Frankreich, Deutschland 2019, 98′, OmeU, R.: Maya Da-Rin

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Im chinesischen Yiwu gibt es 600 Fabriken, die ausschließlich Weihnachtsdeko herstellen. Die Ideale des Konfuzianismus sind längst vergessen. Mladen Kovačević zeigt in seinem Film die Lebensrealität einer jungen Generation, die gleichzeitig Gewinner und Verlierer des wirtschaftlichen Wandels ist.

Justino wohnt am Stadtrand von Manaus, fern von seinem Heimatdorf. Als seine Tochter ihm eröffnet, sie wolle bald nach Brasília ziehen, erkrankt Justino an einem ominösen Fieber. Er bekommt Albträume, in denen er verfolgt wird. Die Grenzen zwischen Fiebertraum und Realität verschwimmen.

Freitag 23.10.
15.00 Uhr

Nothing to Be Afraid of
Frankreich, Armenien 2019, 71′, OmeU, R.: Silva Khnakanosian

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Freitag 23.10.,
17.30 Uhr
I Will Wait (Vorfilm)
Kurdistan, Irak 2019 11′, OmeU, R.: Mohammed Sherwani
Los lobos
Mexiko 2019, 94′, OmeU, R.: Samuel Kishi Leopo

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Bis 2018 wurden in Bergkarabach über 70.000 Landminen neutralisiert. Die Mitarbeiter:innen des HALO Trust suchen die Bergwälder nach Minen ab, die dann kontrolliert gesprengt werden. Gesprochen wird während der Arbeit nur sehr wenig. Zu hoch ist das Stresslevel während der Suche.

Max und Leo emigrieren mit ihrer Mutter aus Mexiko in die USA. Der Weg zu einem besseren Leben ist beschwerlich: überteuerte Miete, viel Arbeit und schlechtes Englisch. Die Brüder flüchten sich in ihre Fantasiewelt. Melancholie und Ernsthaftigkeit treffen auf kindlichen Optimismus.

Freitag 23.10.
20.00 Uhr
Peskador singt was vor (Vorfilm)
Österreich 2019, 6′, OV, R.: Alexander Peskador, Daniel Roden & Elias Maximilian
Le choc du futur
Frankreich 2019, 84′, OmeU, R.: Marc Collin

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Freitag 23.10.
22.15 Uhr
This Is Not a Burial, It’s a Resurrection
Lesotho, Italien 2019, 120′, OmeU, R.: Lemohang Jeremiah Mosese

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Die 70er-Jahre in Paris. Eigentlich soll Ana einen Werbejingle komponieren, bastelt aber lieber an ihrer eigenen Musik. Eine Liebeserklärung an elektronische Musik, vor allem aber an die vielen unterschätzten und unterrepräsentierten Künstlerinnen, die zur Entstehung dieser Musik beigetragen haben.

In ihrer Heimat in Lesotho bereitet Mantoa sich auf ihren Tod vor. Als bekannt wird, dass Mantoas Dorf zwangs-umgesiedelt werden soll, flammt der Lebenswillen der alten Dame erneut auf. Denn so nah sie ihrem Ende auch steht, Mantoa wird ihre Heimat und ihre Traditionen nicht einfach hergeben.

Samstag 24.10.
15.00 Uhr
Canción sin nombre
Peru, USA, Spanien 2019, 97′, OmeU, R.: Melina León

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Samstag 24.10.
17.30 Uhr
The Magic Mountain
Belgien 2020, 68′, OmeU, R.: Eitan Efrat & Daniel Mann

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Peru 1988. Das Angebot kostenloser Entbindung lockt Georgina in eine Geburtsklinik. Kaum ist die Geburt überstanden, wird ihr das Neugeborene abgenommen und Georgina der Klinik verwiesen. Sie begibt sich fortan auf die verzweifelte Suche nach ihrem Kind.

Das Unterirdische übt seit jeher eine Faszination auf die Menschen aus. Dunkle Schächte, Höhlen und Tunnel sind Orte spekulativen Wissens, aus denen Überzeugungen und historische Anekdoten hervorgingen. „The Magic Mountain“ begibt sich an diese Orte, an denen sich ganz neue Weltsichten offenbaren.

Samstag 24.10.
20.00 Uhr
Dolphin – J2000.0 (Vorfilm)
Russland 2019, 5′, OmeU, R.: Ivan Sosnin
White Riot
Großbritannien 2019, 81′, OV, R.: Rubika Shah

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Samstag 24.10.
22.15 Uhr
Wiederholung: Curveball – Wir machen die Wahrheit
Deutschland 2020, 109’, OmdtU, R.: Silva Khnakanosian

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Großbritannien Mitte der 1970er. Arbeitslosigkeit und Fremdenfeindlichkeit ebnen der rechtsextremen National Front den Weg. Red Saunders startet mit „Rock Against Racism“ eine kulturelle Gegenbewegung. Der Widerstand gipfelt in einem Protestmarsch, and dem 100.000 Menschen teilnehmen.

Die späten 90er Jahre. Der irakische Geflüchtete Rafid Alwan behauptet, Saddam Hussein stelle Milzbrand-Erreger her. Seine Aussagen würden eine Invasion im Irak rechtfertigen. Dass er alles nur erfunden hat, hält den BND und die CIA nicht davon ab, den Krieg voranzutreiben. Eine wahre Geschichte. Leider.

Sonntag 25.10.
12.00 Uhr (Die Vorstellung findet im Cinema Arthouse statt!)
Die letzten Reporter
Deutschland 2020, 90′, OV, R.: Jean Boué

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Sonntag 25.10.
15.00 Uhr
Was bleibt I Šta ostaje I What remains / Re-visited

Deutschland, Österreich, Bosnien Herzegowina 2020, 69′, OmeU, R.: Clarissa Thieme

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Norddeutsche Lokaljournalist:innen. Eine bedrohte Art. Ihre Mission: Die Aufbereitung lokaler Geschichten – oder die verzweifelte Suche danach. Ihr Gegner: Die Digitalisierung. Ihr Arbeitsalltag: Krötenwanderungen, Kreisliga-Fußball und der BürgerBus. Auf die Inhalte kommt es schon lange nicht mehr an.

„Was bleibt | Šta ostaje | What remains / Re-visited“ ist eine Wiederbegegnung mit den Schauplätzen von Kriegsverbrechen der 1990er Jahre in Bosnien Herzegowina. Clarissa Thieme nähert sich behutsam den Menschen an diesen Orten und fragt was war, was ist und wie man davon sprechen kann.

Sonntag 25.10.
20.30 Uhr
Air Conditioner
Angola 2020, 72′, OmeU, R.: Fradique

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In der angolanischen Hauptstadt Luanda sollen Matacedo und Zezinha die Klimaanlage ihres Chefs bergen. Sie kämpfen sich durch ein Labyrinth aus Hochhäusern, Kabeln und Rohren zu einem Elektronikladen. Stille existiert nicht: Die Stadt pulsiert, ist laut, chaotisch und selbst Protagonistin des Films.