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“Ich bin eine unglückliche Frau von 42, und mein Name ist Romy Schneider.”

Bei der Uraufführung im Rahmen der Berlinale geradezu gefeiert: Emily Atefs Porträt der großen Schauspiellegende Romy Schneider – überragend gespielt von Marie Bäu­mer! Das stilvolle Leinwandepos ist nicht nur das spannende Porträt einer hochbe­gabten, sensiblen Frau in all ihrer Widersprüchlichkeit, sondern stellt ganz allgemein die Frage nach dem Spannungsverhältnis zwischen öffentlicher und privater Person.

„Wie Marie Bäumer spielt, allein das ist toll. Doch auch stilistisch weiß Emily Atefs Film zu überzeugen. Eine berührende, melancholische Hommage.“ (Programmkino.de)

10 Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2018!
für
Bester Spielfilm
Beste Regie: Emily Atef
Beste weibliche Hauptrolle: Marie Bäumer
Beste weibliche Nebenrolle: Birgit Minichmayr
Beste männliche Nebenrolle: Robert Gwisdek & Charly Hübner
Beste Kamera/Bildgestaltung
Bestes Maskenbild
Beste Filmmusik
Beste Tongestaltung

Im Jahr 1981 ist Romy Schneider (Marie Bäumer) eine der berühmtesten Schauspielerinnen der Welt. Sie, die in Deutschland immer noch mit den “Sissi”-Filmen assoziiert, in Frankreich aber als ernstzunehmende Schauspielerin gefeiert wird, ist im bretonischen Kurort Quiberon, um von Alkohol und Tabletten wegzukommen und ihre Depressionen zu bekämpfen. Und um vor ihrem nächsten Filmprojekt ein wenig zur Ruhe zu kommen, gönnt sie sich mit ihrer besten Freundin Hilde (Birgit Minichmayr) diese drei Tage Auszeit. Das ist zumindest ist der Plan. Denn mit der Ruhe ist es schnell vorbei, als Schneider trotz ihrer schlechten Erfahrungen mit der deutschen Presse einem Interview mit dem Stern zustimmt. Schon bald treffen der Reporter Michael Jürgs (Robert Gwisdek) und der Fotograf Robert Lebeck (Charly Hübner) in Quiberon ein. Zwischen den Vieren entspinnt sich ein nervenaufreibendes Psychoduell, das für alle Beteiligten eine echte Belastungsprobe ist. Das Interview wird legendär. In diesem Interview, um das es in den kommenden 100 Minuten geht wird, wird sie zu Stern-Reporter Michael Jürgs sagen: “Ich bin eine unglückliche Frau von 42, und mein Name ist Romy Schneider.”

„Was folgt in den nächsten drei Tagen, ist eine Beichte, ein Psychogramm, eine Zustandsbeschreibung nicht nur eines von seinen Zweifeln und Unsicherheiten und Hunger am Leben zutiefst geplagten Menschen, sondern auch der drei anderen handelnden Personen. Und doch bleibt der Film leicht, beschwingt sogar, schwelgt in seinen wunderbaren Schwarzweißbildern, die auch etwas Distanz schaffen, weil Emily Atef diese drei Tage vor allem als Momentaufnahme sieht, die zwar auf Fakten basiert, aber die Ereignisse doch auch fiktionalisiert, verdichtet, dramatisiert. Und über allem strahlt Marie Bäumer, auf deren äußerliche Ähnlichkeit mit Romy Schneider seit Beginn ihrer Karriere verwiesen wurde. Jetzt, im Alter von 48 Jahren, sechs Jahre älter, als Schneider wurde, die im Mai 1982 starb, etwas mehr als ein Jahr nach dem Interview in Quiberon, schwimmt sie sich frei von den Vergleichen, indem sie diesen großen Filmstar endlich spielt und sich im Lauf des Films, Szene für Szene, ihre Unabhängigkeit zurückerobert: Fortan muss man sie nicht mehr vergleichen. Sie ist eine umwerfende Frau von 47, und ihr Name ist Marie Bäumer.“ (Blickpunkt:Film)

Deutschland, Österreich, Frankreich 2018.
Regie: Emily Atef.
Mit: Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Robert Gwisdek u.a.
116 Min. Ab 0 J.

REGISSEURIN-BESUCH!

Viel Applaus am Anfang und noch mehr Applaus am Ende für Regisseurin Emily Atef, die witzig-informativ ihren “Romy-Schneider-Film” 3 Tage in Quiberon persönlich bei uns im Kino vorstellte. Ein sehr sensibler, warmherziger Film, der enorm gut beim Publikum ankam. Vielen Dank an Emily für den Besuch – und vielen Dank ans interessierte Publikum. Und, ja, wir drücken in 2 Wochen die Daumen bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises!