LITTERA Johann Scheerer: „Wir sind dann wohl die Angehörigen“

Published on 22.01.2018 by mirobauhaus

Dienstag 4.9.2018

Einlass 19.00 Uhr | Beginn 20.00 Uhr

Die eigentlich für Mo 18.6. geplante Veranstaltung musste wegen einer plötzlichen Erkrankung des Autors auf Dienstag, den 4.9. 2018, verschoben werden. Bereits gekaufte Karten für den 18.6. behalten ihre Gültigkeit auch für den 4.9. oder können in der Buchhandlung zur Heide zurückgegeben werden.

Vorverkauf 8,- € | Abendkasse: 10,- €

in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung zur Heide

„Es waren zwei Geldübergaben gescheitert und mein Vater vermutlich tot. Das Faxgerät hatte kein Papier mehr, wir keine Reserven, und irgendwo lag ein Brief mit Neuigkeiten.“ Wie fühlt es sich an, wenn einen die Mutter weckt und berichtet, dass der eigene Vater entführt wurde? Wie erträgt man die Sorge, Ungewissheit, Angst und die quälende Langeweile? Wie füllt man die Tage, wenn jederzeit alles passieren kann, man aber nicht mal in die Schule gehen, Sport machen, oder Freunde treffen darf? Und selbst Die Ärzte, Green Day und die eigene E-Gitarre nicht mehr weiterhelfen? Johann Scheerer erzählt auf berührende und mitreißende Weise von den 33 Tagen um Ostern 1996, als sich sein Vater Jan Philipp Reemtsma in den Händen der Entführer befand, das Zuhause zu einer polizeilichen Einsatzzentrale wurde und kaum Hoffnung bestand, ihn lebend wiederzusehen.

Johann Scheerer, geboren 1982, gründete mit fünfzehn Jahren seine erste Band, und nahm mit „Score!“ 1999 sein erstes Album auf. Nach dem Schulabschluss startete er sein Soloprojekt Karamel, gründete 2003 das Tonstudio Rekordbox und 2005 Clouds Hill Recordings. Mittlerweile konnte er die einhundertste Veröffentlichung als Musiker und Produzent feiern. „Wir sind dann wohl die Angehörigen“ ist sein erstes Buch.

Foto: Mathias Haslauer

Johann Scheerer: Wir sind dann wohl die Angehörigen. Die Geschichte einer Entführung, 208 S., Piper Verlag 2018, € 20,–