Junger Deutscher Jazzpreis Osnabrück.

Published on 21.10.2021 by Martin Schmidt

Donnerstag 8.12.

Einlass 18.30 Uhr | Beginn 20.00 Uhr

Tickets: HIER

Eintritt: 10,- € | Studenten: 5,- €

Das Institut für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM) hat mit Unterstützung der Felicitas und Werner Egerland Stiftung auch in diesem Jahr den Jungen Deutschen Jazzpreis ausgeschrieben. Die Finalrunde wird am Donnerstag, 8. Dezember um 20 Uhr als öffentliches Konzert ausgetragen. Drei junge Jazz-Formationen präsentieren dabei ein jeweils vierzigminütiges Programm vor einer hochkarätigen Jury und einem interessierten Publikum. Die Preisverleihung findet noch am selben Abend statt. Nominiert sind die Ensembles BLUFF, das Lisa Wilhelm Quartett und das Luka Kastelic Quintett.

Die Nominierten:

BLUFF

BLUFF ist das Projekt vier junger Jazzmusiker mit Ankerplatz Hamburg. Das Quartett richtet seinen Kompass nach der jungen New Yorker Szene und nimmt diese Inspirationen in die eigene Musik auf. So sind Vorbilder wie Ambrose Akinmusire und Immanuel Wilkins deutlich in den eigenen Kompositionen wiederzufinden. Die vier Musiker verstehen sich blind, so dass sich die Musik nahezu von selbst gestaltet: Von der Melodie ausgehend, brechen sie in beachtliche dynamische Bögen aus und finden dennoch stets zur raffinierten Einfachheit des eigenen Musikstils zurück. Dabei strahlt die Band eine Spielfreude auf der Bühne aus, die auf das Publikum überspringt. In knapp drei Jahren als feste Formation war BLUFF bereits bundesweit auf Tour und kann unter anderem Auftritte beim Elbjazz- und JazzBaltica-Festival oder Jazz Open Hamburg aufweisen.

Besetzung: Christian Höhn tp, Tim Scherer p, Lucas Kolbe b, Jan Bernard Zeimetz dr

Lisa Wilhelm Quartett (LiWQ)

Euphorie trifft Melancholie. Ein Intermezzo zweier Gemütslagen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und gerade deshalb für das LiWQ ein interessantes, musikalisches Spannungsfeld bieten. Gemeinsam mit Lukas Wögler am Tenor Saxofon, Moritz Langmaier am Klavier und Franz Blumenthal am Kontrabass kreiert die Schlagzeugerin Lisa Wilhelm mit ihren Eigenkompositionen eine musikalische Melange aus Hochgefühl und Wehmut. Heraus kommt dabei ein melodiebetonter Jazz, der seinen Fokus nicht auf die namensgebende Schlagzeugerin legt, sondern vielmehr auf harmonische und lyrische Ideen setzt. Kennengelernt haben sich die Musiker an der Musikhochschule Stuttgart, wo sie bereits vor Jahren anfingen an ihrem ganz eigenen Sound zu arbeiten. Im kommenden Jahr veröffentlichen sie nun unter dem Titel „Potpourri – quoted not stolen“ ihr Debütalbum mit sieben Eigenkompositionen.

LiWQ Besetzung: LUKAS WÖGLER – Tenor Saxophon, MORITZ LANGMAIER – Piano, FRANZ BLUMENTHAL – Bass, LISA WILHELM – Drums.

Luka Kastelic Quintet:

Das Luka Kastelic Quintett wurde im Frühjahr 2022 am Jazz Institut Berlin gegründet. Mit Fokus auf Kommunikation, Interaktion und Improvisation versuchen die Mitglieder des Quintetts, ihre unterschiedlichen musikalischen und geografischen Hintergründe zu vereinen und verstehen sich als Klangkörper, der die unterschiedlichsten Stimmungen und Emotionen erzeugen kann. Verbindendes Element sind die Kompositionen des Klarinettisten und Bandleaders Luka Kastelic. Während seine Musik hauptsächlich als moderner Jazz bezeichnet werden kann, können Zuhörer auch viele Spuren von spirituellem Jazz, modernen Gospelharmonien und anderen Formen der schwarzen amerikanischen Musik hören. Das Erforschen verschiedener Möglichkeiten, diese Musikformen mit einer seltenen Mischung aus Klarinette, Trompete, Bass, Klavier und Schlagzeug zu kombinieren, macht diese Band einzigartig.

Besetzung: Maj Kavšek – trumpet, Luka Kastelic – clarinet, Christopher William Sergeant – bass guitar, Akim Bakulin – drums, Arseny Rykov – piano


Die Jury:
Claudia Hartmann – NDR Jazzredaktion
Anton Berthold – Berthold Records Bremen
Joost Lijbaart – Drummer und Bandleader aus Amsterdam
Frank Wingold – Prof. für Jazzgitarre am IfM der Hochschule Osnabrück


Der Junge Deutsche Jazzpreis Osnabrück:

Mit dem Jungen Deutschen Jazzpreis Osnabrück schreibt das Institut für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM) jedes Jahr einen attraktiven Wettbewerb für den Nachwuchs der Jazz-Szene aus und unterstützt so vielversprechende Jazz-Studierende auf ihrem Weg in die Professionalität. Der Wettbewerb wird erst möglich gemacht durch die großzügige Unterstützung der Felicitas und Werner Egerland Stiftung. Er richtet sich an junge Ensembles, die aus drei bis sieben Mitgliedern bestehen und von denen mindestens die Hälfte an einer deutschen Musikhochschule studiert. Die Ausschreibung wendet sich ausdrücklich an Studierende aller Nationen, die Altersgrenze liegt bei 30 Jahren.

Realisiert werden kann er dank der finanziellen Unterstützung der Felicitas und Werner Egerland-Stiftung. Nach Sichtung der eingesandten Wettbewerbsunterlagen durch eine hochkarätig besetzte Jury werden drei Ensembles zur Finalrunde nach Osnabrück eingeladen. Nach der Präsentation vor Publikum und Jury mit einem jeweils vierzigminütigen Konzertfindet die Preisverleihung noch selben Abend statt. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro für den Ensemblepreis und 1.000 Euro für die beste Solistin oder den besten Solisten.

Um den kreativen Austausch mit jungen Akteurinnen und Akteuren der Jazz-Szene am Wettbewerbsstandort Osnabrück über das Finale hinaus zu stärken, verpflichten sich die Gewinner des Ensemblepreises zu einem eintägigen offenen Jazz-Workshop am IfM. Dabei geben sie ihr Know-How an interessierte junge Musikerinnen und Musiker weiter und tragen so zur Lebendigkeit der Jazz-Szene innerhalb der deutschen Studienlandschaft bei. Der Tag endet mit einer gemeinsamen Konzert-Session aller Beteiligten.

Gefördert durch die Felicitas und Werner Egerland Stiftung.